Chronische Mittelohrentzündung

Bei der chronischen Mittelohrentzündung wird zwischen zwei Formen unterschieden: der chronischen Schleimhauteiterung sowie der chronischen Knocheneiterung. Beiden ist gemein, dass sie nicht von selbst ausheilen. Zudem können sie teilweise erhebliche Komplikationen und Schäden hervorrufen und müssen daher in jedem Fall ärztlich behandelt werden.

Auslöser sind nicht vollständig geklärt

Leider ist nicht vollständig geklärt, wie es zum Auftreten der chronischen Mittelohrentzündungen kommt. Als Auslöser werden jedoch genetische Veranlagung, eine Besiedlung durch spezielle Bakterien, Defekte des Trommelfells und der Eustachischen Röhren sowie häufige akute Mittelohrentzündungen vermutet.

Akute Mittelohrentzündungen, die während der Kindheit und auch darüber hinaus in Jugend und Erwachsenenalter immer wieder auftreten, können also eine chronische Erkrankung begünstigen oder Vorbote einer solchen sein.

Jede Mittelohrentzündung muss untersucht werden

Daher ist es wichtig, jede Mittelohrentzündung ärztlich untersuchen zu lassen – auch nach Abklingen der Symptome. Kam es während der akuten Entzündung zu einem Aufreißen des Trommelfells, sollten Sie zudem von einem Facharzt überprüfen lassen, ob sich das Trommelfell wieder vollständig geschlossen hat. Im Normalfall heilt dieses von allein wieder zu. Bleibt jedoch eine Öffnung, können durch diese erneut Keime eindringen und eine Entzündung bewirken.

Bei chronischer Mittelohrentzündung meist OP

Auch bei den chronischen Verlaufsformen weist das Trommelfell eine Öffnung auf, die nach erfolgreicher medikamentöser Behandlung zumeist operativ verschlossen wird, um erneute Infektionen auf diesem Wege zu verhindern. Bei der Knocheneiterung ist eine Operation unerlässlich, um die Erkrankung aufzuhalten.

Letzte Aktualisierung: 25.03.2015